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Die Leishmaniose beim Hund ist eine Infektionskrankheit. Die Erreger sind allerdings keine Bakterien oder Viren, sondern Einzeller der Gattung Leishmania. Es sind Flagellaten, die als intrazelluläre Parasiten die Immunzellen des Körpers befallen und die Gesundheit deines Hundes stark beeinträchtigen können. Betroffen sind vor allem innere Organe wie beispielsweise Milz oder Leber.
In Europa erfolgt die Übertragung von Leishmania spp. durch Sandfliegen der Gattung Phlebotomus. In den USA scheint eine Übertragung von Hund zu Hund häufiger zu sein. Auch andere Übertragungswege sind möglich. Als Reservoire für die Leishmanienspezies gelten Nagetiere und andere Hunde. Ist dein Hund infiziert, muss er nicht gleich Symptome entwickeln. Relativ lange unauffällige Phasen von drei Monaten bis zu sieben Jahren sind beschrieben, in denen der Hund aber dennoch eine Infektionsquelle für Menschen und andere Tiere darstellen kann.
Die Leishmaniose des Hundes kommt in mediterranen Ländern, in Lateinamerika und in den USA vor. Auch in Kanada sind Fälle beschrieben worden. Als endemisch für den Parasiten gelten alle Länder, die an das Mittelmeer angrenzen. Die Zahl der positiv getesteten Hunde liegt hier bei bis zu 50 Prozent, aber auch die angrenzenden Länder dürfen nicht als risikofrei angesehen werden. Spanien, Portugal, Südfrankreich, Italien, Kroatien, Montenegro, Griechenland, Zypern, Bulgarien und die Türkei besitzen nachweislich ein hohes Risiko. Brutplätze von Sandfliegen finden sich aber nicht nur im Süden, sondern reichen bis nach Baden-Württemberg in Deutschland. An Leishmaniose erkrankte Hunde, die aus südlichen Ländern in die Schweiz oder nach Deutschland einreisen, können prinzipiell als Infektionsquelle für andere Tiere fungieren.
Die Symptome der Leishmaniose können stark variieren. Häufige Anzeichen sind:
Die klinischen Anzeichen allein reichen allerdings nicht für eine Diagnose. Auch die Untersuchung von Blut oder Urin kann nur Hinweise liefern. Der Nachweis von Antikörpern im Serum oder eine Punktion der Lymphknoten sind nötig. Auch ein direkter zytologischer Nachweis von Parasitenstadien kann die Infektion bestätigen.
Prinzipiell ist es möglich, dass sich andere Tiere und Menschen bei einem infizierten oder erkrankten Hund anstecken. Es handelt sich um eine Zoonose. Auch hier ist der Übertragungsweg die Sandfliege. Hältst du dich mit deinem Hund in Gebieten auf, in denen der Überträger vorkommt, ist ein guter Mückenschutz unerlässlich, um deine Gesundheit zu bewahren. Die direkte Übertragung von Parasitenstadien aus Hautläsionen ist unwahrscheinlich, sollte jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Folgende Medikamente stehen für Behandlungen von Leishmaniose beim Hund zur Verfügung:
Ob die Medikamente einzeln oder in Kombination zum Einsatz kommen, hängt davon ab, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet. Die klinischen Symptome bessern sich mit einer Therapie häufig, eine vollständige Eliminierung der Erreger wird jedoch meist nicht erzielt. Dein Hund kann Rückfälle erleiden und die Prognose kann von Hund zu Hund deutlich variieren.
Willst du mit deinem Hund eines der oben genannten Länder zu bereisen, ist eine gute Prophylaxe Pflicht. Eine ausführliche Beratung bei einem Tierarzt zu Vorbeugemassnahmen und Impfempfehlungen hilft dir, die richtigen Mittel für deine individuelle Situation auszuwählen und deinen Hund optimal auf die Reise vorzubereiten. Der Schutz vor Sandfliegen steht im Vordergrund. Hierfür stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, zum Beispiel Halsbänder oder Spot-on-Präparate. Zudem sollte der Hund während der Flugzeiten der Sandfliegen in der Unterkunft bleiben. Eine Impfung wird nur empfohlen für Hunde, die in endemischen Gebieten leben oder dorthin umziehen sollen. Die Impfung schützt nicht vor der Infektion, kann aber den Ausbruch der Erkrankung verhindern beziehungsweise die Schwere der Symptome lindern.
Bekommt ein Hund mit Leishmaniose Allopurinol zur Behandlung, ist eine purinarme Diät von Vorteil. Durch die Allopurinol-Gabe steigt der Xanthin-Spiegel an, was zur Ausbildung von Xanthin-Harnsteinen führen kann. Durch ein purinarmes Hundefutter kannst du das Risiko vermindern. Du solltest Futter mit einem geringeren Proteingehalt bevorzugen, das aber ausschliesslich hochwertige Proteine enthält.
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